Persönlichkeiten: Hans und Sophie Scholl

Das Geschwisterpaar Hans (1918−1943) und Sophie (1921-1943) Scholl wurden bekannt als Mitglieder der „Weißen Rose„, einer Widerstandsgruppe während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Mitglieder der Weißen Rose verfassten, druckten und verteilten unter Lebensgefahr insgesamt sechs Flugblätter, in denen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgerufen wurde.

Die Geschwister Scholl wurden liberal und mit sozialhumanistischen Zielen wie Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstständigkeit erzogen. Außerdem waren sie durch die Frömmigkeit ihrer Mutter geprägt. Die Beschäftigung mit Literatur, Kunst und Musik war ein selbstverständlicher Teil ihrer Kindheit. Hans Scholl, Alexander Schmorell und Willi Graf hatten 1942 bei ihrem Fronteinsatz Massenermordungen in Polen und das Elend im Warschauer Ghetto beobachtet, was sie nach ihrer Rückkehr nach Deutschland zusätzlich zum Widerstand bewegte.
(„ Die Weiße Rose“, Frankfurt am Main 1955 (Erw. Neuausgabe: Feb 1993). Fischer Verlag ISBN 3-596-11802-6.)

„Am 18. Februar 1943 wurden Hans und Sophie Scholl in der Universität in München gefaßt, als sie Flugblätter in den Lichthof warfen. Sie wurden noch an demselben Tag der Gestapo überstellt und endlosen Verhören unterworfen. Dabei unternahm Sophie den verzweifelten Versuch, zur Schonung ihrer Freunde alle Vorwürfe auf sich zu nehmen. Obwohl ihr — gegen alle Gewohnheit der Gestapo — vom Leiter der Verhöre eine Brücke gebaut wurde, ihren Anteil an den Flugblattaktionen herunterzuspielen, wollte sie von einer Flucht aus der Verantwortung nichts wissen. Nicht Taktik bestimmte ihr Handeln, sondem unbeugsamer Bekennermut.

Der berühmt-berüchtigte Präsident des Volksgerichtshofes, Roland Freisler, reiste persönlich vier Tage nach der Festnahme der Geschwister Scholl nach München, um den Prozeß zu leiten. Am 22. Februar 1943 wurden Hans und Sophie Scholl mittags zum Tode verurteilt, und sie starben noch am Spätnachmittag desselben Tages unter der Guillotine.

Bekannt und berühmt geworden sind Sophies Worte, die sie auf Freislers Vorhaltungen sprach und die dem tobenden Präsidenten des Volksgerichtshofes für einen Augenblick die Sprache verschlugen:

„Einer muß ja doch mal schließlich damit anfangen. Was wir sagten und schrieben, denken ja so viele. Nur wagen sie nicht, es auszusprechen.““ (aus: „Berichte 18, Sophie-Scholl-Gymnasium“, 1995, S. 3 ff.)

Hans und Sophie Scholl gelten seit der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart als bedeutende Symbolgestalten eines an humanistischen Werten orientierten Widerstands gegen das totalitäre NS-Regime innerhalb Deutschlands.

Sophie Scholl

Sophie Scholl 1

Hans Scholl

Hans Scholl 1

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7 Gedanken zu “Persönlichkeiten: Hans und Sophie Scholl

  1. …..ich fand die Geschichte echt interessant, gut das ihr die mal vorstellt, solche Leute, die Lego Bilder sind auch cool…

    mfg General Grievous

  2. Gefällt mir sehr gut muss ich sagen , find es ausserdem gut das die beiden gegen die Nationalsoziallisten waren . Gute Geschichte auch die Figuren sind gut wo ist das Gesicht von Sophie her ?

  3. Hm, über die weiße Rose haben wir in der Schule schon einen Film angeschaut. Der Nationalsozialismus ist wirklich ein endloses Thema. […]

    Ich habe mir die Bilder jetzt mal in Ruhe angeschaut und bin von der Ähnlichkeit echt verblüfft.

  4. Diesen Kommentar können wir nicht veröffentlichen.

    Trolle sind auf THE BRICK TIME nicht erwünscht.

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