Feldtagebuch #1

„Wir marschieren nun bereits seit vier Tagen gen Osten. Die anfängliche Begeisterung der jungen Soldaten ist unlängs in Unbehagen umgeschlagen. Die Berichte der Vorausabteilung verheißen nichts Gutes.

Es ist immer das Gleiche. Erst wird die Angst mit oberflächigen Heldengehabe kaschiert und kaum ist die Truppe auf dem Weg zur Front wird es ruhig. Aber…, wer kann es ihnen übel nehmen? Die meisten von ihnen sind kaum mehr Achtzehn Sommer alt. Junge Burschen, den Horizont vor Augen den sie von ihren Höfen aus sehen konnten. Gerade dem mütterlichen Schoß entflohen, ruft sie das Reich an die Waffen. Vermutlich gaben ihre Mütter bereits ihren zweiten oder gar dritten Sohn für das Reich her. Nun… so ist das nun mal. Der Feind der in unser Land eindringt schert sich nicht um die Liebe einer Mutter zu ihrem Sohn.

Wie dem auch sei. Trotz allem Unmut muss ich feststellen, dass die Burschen aus den großen Städten, wie Wehrhavn und Grimmhavn, der Sache lockerer, ja fast schon respektlos entgegen treten. Das Leben in den engen Gassen muss hart zu sein. Zumindest lässt sie die Aussicht auf ihren Sold die Moral erhalten. Noch!
Die frechen Sprüche die ihren losen Mundwerken zu jeder Zeit und bei jeder Gelegenheit entweichen sind eine willkommene Abwechslung. Insbesondere für die wenigen Veteranen in unserer Kompanie, mit ihrem vom Krieg geschunden Seelen.

Die Nacht legt sich wie ein dunkler Mantel um unser Lager. Ich werde mich zur Ruhe begeben.“

Feldtagebuch 1. Kompanie, 3. Reichsregiment.

Feldwebel Espen

Frontline diary 1

Frontline diary 2 - Sergeant Espen

Frontline diary 3

Frontline diary 4

11 Gedanken zu “Feldtagebuch #1

  1. Wiedermal toller Text!

    Aber was mir nicht so gefällt , ist es dass du die „hautfarben“ gemischt hasst! (Also Gelb un flesh)

    MFG: Rex

  2. Die unterschiedlichen Farben stehen zur Verfügung. Real gleicht auch niemand dem anderen.

    Aber ich verstehe was du meinst. Es hat mich auch Überwindung gekostet das zu machen, weil es mir auch komisch vorkam. Es sieht eben „ungleich“ aus.

  3. @BoB

    Du könntest ja auch den torso von dem Surfer der 2. Reihe der Sammelfiguren benutzen für den… den der nicht gelb ist nehmen!
    (leider gibt es die 2. Reihe noch nicht

  4. BoB,deine Geschichte ist wieder mal sehr gelungen aber ich hätte ein Verbesserungsvorschlag:Anstatt Sommer könntest du Winter schreiben.Klingt etwas besser und wird häufiger genutzt.

  5. Wieder einmal eine tolle Geschichte mit tollen Szenen – MoC!! Nur gegen wen marschiert das Regiment? Hab ich da was versäumt – oder ist das Geheimnis noch nicht gelüftet?? Oder auch, es sind diese Kerle, die du vor einiger Zeit vorgestellt hast, aber nicht näher erklärt hast.
    Na ja, jedenfalls bin ich gespannt wie es weiter geht.

  6. @Sascha
    Okay, werds beim nächsten mal berücksichtigen.

    @bieven
    Sie marschieren gegen die Barbaren die seit einigen Monaten/Jahren aus dem Lokamassiv ins Nordland einfallen.
    Gegenwärtlich ist dieser Krieg allerdings bereits beendet. Siehe hier.

    Das Feldtagebuch stellt einen Rückblick und ab den (kommenden) 3 Teil die Gegenwart und die Geschichtsdarstellung von Seiten der Reichsarmee im Gegenzug zu Grimmhavn und Andareth da.

  7. BoB,du solltest mal darüber schreiben was er selbst vom Krieg hält oder ob es in ein Hinterhalt verletzte gab.Das würde mich echt brennend enterisieren was du dan schreibst.

  8. Ja, solche Ideen habe ich auch. Und ich könnte auch sofort schreiben was Espen vom Krieg hält. Allerdings will ich sprichwörtlich nicht mein ganzes Pulver zum Anfang verschießen. 😉

  9. DAs Lager sieht gut aus, mir gefällt, dass es keine geraden Linien gibt (dasss es nicht einfach so begrenzt ist wie auf einer Greundplatte).

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