F-09 Trident

Sand, Unmengen an Sand soweit das Auge reicht. Gelegentlich weht es einzelne Steppenläufer durch die sonst trostlose Wüstenlandschaft. Die vorherrschenden Temperaturen scheinen jegliches Leben in dieser Einöde zur Nichte zu machen. Die Sonne brennt unerbittlich auf die karge Wüstenlandschaft und fast wirkt es, als würden selbst die vereinzelt auftretenden Gesteinsformationen zu schmelzen beginnen. Wir befinden uns mitten im nirgendwo der Kantuana Wüste, 60 Meilen westlich vom Skypoint Luftwaffenstützpunkt. Das lebensfeindliche Klima und die Abgelegenheit der schier endlosen Wüste machen sie zum idealen Testgelände für die auf dem Stützpunkt stationierten Piloten.

So wird die formlich erdrückende Stille dieser Einöde auch an diesem Morgen vom blubbernden Flugzeugmotoren unterbrochen. Zwei F-06 SkyRazor ziehen im Himmel ihre Kreise und stürzen sich dann im Formationsflug dem Boden entgegen. Haarscharf vor dem Aufprall fangen die beiden Piloten ihre Maschinen ab und fliegen in unveränderter Formation, parallel zueinander dicht über den Boden. Die Luft wird förmlich von den beiden Flugzeugen zerschnitten und mit atemberaubender Geschwindigkeit setzten sie ihren bodennahen Formationsflug unverändert fort. Der Abstand zwischen den beiden Maschinen wirkt derart gering, dass man von einem Flügel zum Flügel der anderen Maschine hätte überspringen können. In einiger Entfernung kommt ein Ziel in Sicht, ein ausgemusterter Panzer, der den beiden als Angriffsziel ihres heutigen Trainingsfluges dient. Die beiden Piloten nehmen den Panzer ins Visier, als plötzlich etwas schwarzes extrem schnell horizontal zwischen ihren Maschinen hindurchsaust. Der Panzer explodiert vor ihren Augen und getroffen vom Schreck drehen die beiden seitlich ab. In der Ferne können sie noch die Umrisse eines schwarzen Flugzeugs ausmachen, das in Richtung des Skypoint Stützpunktes fliegt.

„Hey Sy was war denn das?“ ertönt es auf dem Funkgerät eines der beiden Flieger. „Ich habe keine Ahnung, dass muss wohl der Neue sein, von dem Jones letztens gesprochen hat. Der kommt glaube ich von den südlichen Inseln und er ist wohl der Neffe des Generals.“ „Dann hat er jetzt schon mal mehr Eier bewiesen als der General selbst, das könnte interessant werden“. „Du sagst es, lass uns zurückfliegen und ihn ordentlich willkommen heißen“. Beim Landeanflug auf Skypoint erblicken die beiden das schwarze Flugzeug auf einer Parkposition östlich der Landebahn. BoB und Sy landen ihre Skyrazor und steuern Parkpositionen daneben an.

Ihren Fliegern entstiegen, laufen die beiden zu der schwarzen Maschine hinüber, deren Pilot ebenfalls gerade aussteigt. „Eine F-09 Trident, scharfes Teil und deine Flugkünste sind auch nicht zu verachten Jungchen.“ Der Neuling dreht sich um und nimmt seine Fliegerkappe ab. Als plötzlich langes rotes Haar darunter zum Vorschein kommt, das wie in der bekannten Haarspraywerbung in Zeitlupe perfekt in Form fällt, stockt den beiden der Atem. „Ihr könnt mich Cilia nennen, Jungchen.“ Verdutzt schauen sich die beiden an, Sy stupst BoB an und räuspert sich kurz „Eier“. Letztendlich können sich die Drei das Lachen nicht mehr verkneifen. „so gefällt mir das, entschuldige bitte. Dann sag ich mal herzlich willkommen auf Skypoint, mein Name ist BoB“ „Und ich bin Sylon, freut uns sehr, so gute und sympathische Piloten wie dich können wir hier immer gut gebrauchen.“

Lt. C. Williams

So, nun aber genug der literarischen Ausflüge, ich hoffe meine kleine Geschichte hat euch ein wenig in mein Sky-Fi Universum abtauchen lassen und somit in die richtige Stimmung für mein neustes MOC gebracht. Nach einer etwas längeren Pause, ist es mal wieder ein Flugzeug geworden. Mit dem Bau der F-09 Trident habe ich schon zu Beginn diesen Jahres begonnen. Ursprünglich wollte ich die Technik mit den “Keilplatten“ an Flügeln ausprobieren und dazu entdeckte ich die etwas extravaganten Propeller bei Flickr user Cagerrin. So waren die Flügel und Motoren dann auch relativ schnell fertig, für den Rest des Fliegers fehlte es mir dann lange Zeit an Ideen und Elan. Aber nun ist es endlich vollbracht.

F-09 Trident

F-09 Trident - rear

F-09 Trident - undercarriage

F-09 Trident - undercarriage

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8 Gedanken zu “F-09 Trident

  1. Hallöchen zusammen,
    das ist (wieder) ein echter „SY“! Sy u. Bob – zwei mutige Fliegerasse und eine hinreißende Rote – ein cooler Stoff für eine traumhafte Geschichte! So gut geschrieben, dass sich die Bilder im Kopfkino formen …. Respekt und Danke für diesen schönen Einblick! L.G.

  2. Eine bezaubernde Pilotin 🙂
    Und natürlich ein abgefahrenes Flugzeug. 😉
    Die Flügelbautechnik mit den schrägen Platten haut rein.

  3. Die Lederkappe der Pilotin muss einen hohen Elastan-Anteil haben. Soviel Haare wie dadrunter versteckt sind 😀 😉
    Wiedermal ein ausgefeiltes Stück Technik hier und mit der Geschichte ganz großes Kino.
    Wieso sind den auf der Rückseite der Flügel an den Enden die Ecken weiß und nicht Grau?

  4. Hallo Stefan,
    auch an dich vielen Dank. Die Fliegerkappe war im früheren Leben eine Damenhandtasche, das ist das ähnliche Prinzip, das wir wohl nie verstehen werden. 😉
    Die Flügelenden sind eine Art Kompromiss, an sich „müssten“ beide Seiten grau sein. Die schwarze kurze Platte gibt es aber nicht in hellgrau. Deshalb habe ich mich dann für weiß und schwarz entschieden, so sieht es wenigstens von Oben ganz gut aus. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es die Platte auch bald in hellem Grau geben wird, dann wird das angepasst.

    Liebe Grüße
    Sy

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